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Erfurt - Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen -
Erfurt, die größte Stadt Thüringens wird
geprägt durch einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne
Deutschlands, ein reizvolles Ensemble aus reichen Patrizierhäusern und
liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern, überragt vom monumentalen
Ensemble des Mariendomes und der Severikirche. Einmalig in Europa ist die
Krämerbrücke - mit 120 Metern die
längste und mit 32 Häusern komplett bebaute und bewohnte Brücke.
In ungewöhnlicher Nachbarschaft zum Domberg lockt die einzige weitgehend
erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas auf dem Petersberg zur Erkundung ihres weitverzweigten
Minenlabyrinths. Doch Erfurt ist nicht nur eine architektonische Perle, sondern
auch Mittelpunkt einer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft.
Ursprünglich an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen entstanden,
hat Erfurt eine reiche Tradition als Luther-, Dom- und Blumenstadt. Als
wirtschaftliches, geistiges, kulturelles und politisches Zentrum
Thüringens zog Erfurt große, den jeweiligen Zeitgeist mitbestimmende
Persönlichkeiten an: Martin Luther,
Adam Ries, Johann Wolfgang von
Goethe, Christan Reichart, Friedrich Schiller,
Wilhelm Humboldt, Johann Sebastian Bach, Zar Alexander I.
oder Napoleon. Daran erinnernde Bauten, wie das
Augustinerkloster
oder der Kaisersaal, wurden rekonstruiert und
vermitteln einen würdigen und sehr lebendigen Umgang mit der Geschichte.
Heute gehört Erfurt, als "Tor" Thüringens zu den attraktivsten Messe-
und Tagungsstandorten. Am Rande der Stadt, in unmittelbarer Nähe der
ega, dem
"größten Garten Thüringens", entstand die Messe Erfurt
für kulturelle Großveranstaltungen und Tagungskapazitäten bis
zu 6000 Teilnehmern.
Sehenswürdigkeiten
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Krämerbrücke
Eines der Wahrzeichen der Stadt Erfurt ist die
Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute
und bewohnte Brücke Europas. Die Krämerbrücke ist das
interessanteste Profanbauwerk Erfurts, sie wurde zunächst aus Holz und
1325 aus Stein errichtet. Ursprünglich war die 120 m lange
Krämerbrücke mit 62 schmalen Häusern bebaut, die später auf
32 Häuser zusammengefaßt wurden. Von den beiden ehemaligen
Brückenkopf-Kirchen an den beiden Enden der Brücke existiert heute
noch die östliche Ägidienkirche. |
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Citadelle Petersberg
Diese einzig weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung
Mitteleuropas, auf dem Gelände eines früheren Benediktiner-Klosters,
ist auf die kurmainzerische Herrschaft in Erfurt zurückzuführen und
ein Spiegelbild der europäischen Festungsbaukunst. Die sehr interessanten
unterirdischen Minengänge der Festung können bei einer Führung
mit der Tourismus Gesellschaft Erfurt besichtigt werden. |
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Dom St.
Marien
Der spätgotische Dom mit hochgotischem Choranbau und
romanischem Turmbereich ist Nachfolgebau der vom Bischof Bonifatius 742
veranlassten Bischofskirche. Im mittleren Turm befindet sich die
größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt, die
"Gloriosa". |
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St. Severikirche
Die St. Severikirche, eine fünfschiffige frühgotische
Hallenkirche, war im 12. Jahrhundert Stiftskirche der regulierten
Augustinerchorherren und zählt zusammen mit dem Dom zum Wahrzeichen der
Stadt Erfurt. |
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Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Die Kirche und die Klosteranlage der Augustiner-Eremiten wurde um
1300 erbaut. Martin Luther, der berühmte Augustinermönch, trat am 17.
Juli 1505 in das Kloster ein. Das Augustinerkloster gedenkt Martin Luther mit
einer neuen Ausstellung unter dem Thema Bibel-Kloster-Luther". Die Lutherzelle"
ist als Teil der Ausstellung zu besichtigen. Seit 1988 dient das Kloster als
ökumenisches Veranstaltungs- und Tagungszentrum sowie
Luthergedenkstätte. |
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Rathaus
Das neugotische Rathaus am Fischmarkt wurde 1870-1874 erbaut.
Zahlreiche Wandgemälde stellen Legenden und Szenen aus dem Leben Luthers
und Bilder aus der Erfurter Geschichte dar. |
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Predigerkirche
Die Kirche der Dominikaner- oder Predigermönche wurde in
mehreren Abschnitten von 1270 bis 1400 errichtet. Sie gehört mit den
erhaltenen Teilen des Predigerklosters zu den bedeutendsten Bauten der
Bettelordensarchitektur im deutschen Sprachraum. Als ehemalige
Wirkungsstätte Meister Eckarts besitzt die Kirche bedeutende
Ausstattungsstücke vom Chorgestühl des 13. Jhdt. bis zu den
Trümmerfenstern des 20 Jhdt. Im Sommerhalbjahr finden
regelmäßig Mittwochs Orgelkonzerte statt. |
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Kaisersaal
Das Gebäude wurde 1715 als Universitätsballhaus erbaut.
Anläßlich des Fürstenkongresses von 1808 begegneten sich hier
Napoleon I. und der russische Zar Alexander I. Eine Vielzahl berühmter
Künstler wie Niccolo Paganini oder Franz Liszt gaben in diesem
Gebäude ihre Konzerte. |
Persönlichkeiten
Martin Luther Erfurt wurde für den
jungen Luther zur geistigen Heimat. 1505 erlangte er an der Universität
die Magisterwürde der philosophischen Fakultät. Den
Überlieferungen nach soll ein schweres Unwetter unweit von Erfurt den
Anstoß dafür gegeben haben, dass er zum Dank für sein
Überleben 1505 in das Augustinerkloster eintrat und Mönch wurde.Im
Dom wurde Martin Luther zum Priester geweiht. Auch als er Erfurt verlassen
hatte, kam er immer wieder in die Stadt und predigte hier vor einer
begeisterten Menge z.B. in der Universitätskirche (Michaeliskirche). Im
Hauptgebäude von Erfurts alter Universität, dem Collegium maius, das
sich im Wiederaufbau befindet, wurde Luther vor über 500 Jahren
immatrikuliert.
Johann Sebastian Bach Mit dem 1685 in
Eisenach geborenen Johann Sebastian Bach erfuhr die Landschaft Thüringens
eine grandiose bis in die Gegenwart unübertroffene Bereicherung. Wovon
jedes Jahr im März und April die Thüringer Bachwochen ein beredtes
musikalisches Zeugnis ablegen. Johann Sebastian Bachs Verwandte bestimmten als
"die Bache" das Musikleben der Stadt Erfurt. Sie waren als Stadtmusikanten und
Organisten tätig. Spuren sind zu finden: Krämerbrücke,
Fischmarkt, Kürschnergasse oder Junkersand.
Master Eckhart Vor 700 Jahren kehrte der bedeutende Theologe,
Philosoph und Mystiker Meister Eckhart in seinen Heimatkonvent Erfurt
zurück - im Jahr 2003 ein Anlass für die Stadt Erfurt, dieses
Jubiläumsjahr in würdiger Weise zu begehen.
Johann Wolfgang von Goethe Spuren seines
vielfältigen Schaffens lassen sich in Erfurt, unweit von Weimar,
mühelos finden, wie es mehrere Hausbeschriftungen beweisen. Johann
Wolfgang von Goethe reiste regelmäßig dienstlich als auch privat
gern nach Erfurt und es gefiel ihm so gut, dass er die Stadt als
"thüringisches Rom" bezeichnete.
Adam Ries Der bekannte deutsche
Rechenmeister wirkte von 1518 bis 1522/23 in Erfurt. Er wohnte in der
Drachengasse, nur wenige Meter entfernt vom Hauptgebäude der Erfurter
Universität, dem Collegium maius. Die Erfurter Jahre von Adam Ries sind
die wissenschaftlich fruchtbarste Zeit seines Lebens.
Christian Reichart wurde am 4. Juli
1685 in Erfurt (im Haus "Zum LohFinken", Mühlgasse - Ecke
Bahnhofstraße) geboren. Er führte den Gartenbau in Erfurt bald zu
einer Intensität und Blüte, die Erfurt als Gartenbau- oder
Blumenstadt europaweit zu einem guten Ruf verhalf. Die Erfurter Gärtner
setzten ihrem großen Vorbild 1867 ein Denkmal. Heute steht es neben der
Pförtchenbrücke nahe des Luisenparks, unweit der Wirkungsstätte
Christian Reicharts. Das fortschrittliche wissenschaftliche und praktische
Erbe, das Reichart nach seinem Tode 1775 als sein Vermächtnis
hinterließ, war vielfach Grundlage des Handelns nachfolgender
Gärtnergenerationen.
 
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